Bakterielle Vaginose in der Schwangerschaft

Häufig stellen Frauenärzte eine bakterielle Vaginose fest. Diese verläuft meist unbemerkt und verursacht auch oft keine Symptome. Jedoch kann eine Nichtbehandlung besonders während einer Schwangerschaft zu schwerwiegenden Folgen führen.

Bakterielle Vaginose und Schwangerschaft

Von Beginn an sollte regelmäßig ein Abstrich der Vagina erfolgen, um eine Vaginose bereits im Anfangsstadium zu erkennen. Andernfalls kann es dazu führen, dass die Hülle, in welchem der Embryo liegt, von der Infektion befallen wird. Die bakterielle Vaginose ist auch verantwortlich für die vorzeitige Auslösung von Wehen, was zur Frühgeburt oder gar Fehlgeburt führen kann.

Es ist ebenfalls möglich, dass die Erkrankung vorzeitig einen Sprung in der Fruchtblase auslösen kann. Dafür verantwortlich sind biochemische Prozesse, welche zwischen der werdenden Mutter und dem Kind stattfinden. Es bildet sich vermehrt der Stoff Prostaglandin, welcher meist zur Geburtseinleitung verwendet wird.

Eine weitere Konsequenz von bakterieller Vaginose besteht in der Gefahr einer Gebärmutterentzündung kurz nach der Geburt. Wird ein Kaiserschnitt notwendig, kann sich an der Bauchdecke ein Abzess bilden. Nach einem Damm-Schnitt kann es zu einer schlechter verlaufenden Heilung kommen. Regelmäßige Kontrollbesuche sind also Pflicht.

Weitere Erkrankungen durch Vaginose

Eine durch Bakterien ausgelöste Vaginose ist meist harmlos. Sie kann jedoch auch zu schwerwiegenden Erkrankungen führen. Dazu zählt unter anderem eine Entzündung, die den Gebärmutterhals betrifft. Auch die Eileiter können sich entzünden, was auch zu Unfruchtbarkeit führen kann.

An Eierstock sowie Eileiter können sich Eiterherde bilden, die sich ebenfalls negativ auf die Fruchtbarkeit der Frauen auswirken kann. Komplikationen kann es auch nach dem Einsatz einer Kupferspirale und einem Schwangerschaftsabbruch geben.